Zimmerpflanzen verbessern das Raumklima auf natürliche Weise. Sie erhöhen die Luftfeuchtigkeit und filtern Schadstoffe aus der Luft. Hier erfahren Sie, welche Pflanzen die besten Raumluftverbesserer sind.
Das erfahren Sie in diesem Artikel:
So verbessern Zimmerpflanzen die Raumluft
Die besten Luftbefeuchter-Pflanzen
Die besten Schadstoffreiniger-Pflanzen
Angenehme Nachtruhe dank Schlafzimmerpflanzen
Spezielle Pflanzen gegen „dicke Luft" im Büro
So verbessern Zimmerpflanzen die Raumluft
Wie wäre es mit hängenden Zimmerpflanzen? Sie können wunderbar vor den Fenstern platziert werden und nehmen keine Stellfläche weg.
Grüne Zimmerpflanzen können das Raumklima auf natürliche Weise verbessern. Das gelingt zum einen durch ihre permanente Verdunstung, wobei die Luftfeuchtigkeit spürbar erhöht wird.
Bei trockener Heizungsluft im Winter ist das eine Wohltat für die Nasenschleimhäute und damit eine wirksame Vorbeugung gegen Erkältungen. Auch im Sommer sind Pflanzen in Räumen zu empfehlen, da sie zusätzlich dafür sorgen, dass die Raumtemperatur gesenkt wird.
Einige Zimmerpflanzen sind außerdem in der Lage, Schadstoffe aus der Luft zu filtern. Gelöste Schadstoffe aus Möbeln, Teppichen und Baustoffen können bei empfindlichen Menschen Schwindel, Schleimhautreizungen, Kopfschmerzen, Allergien, Asthma oder Erkrankungen der Nasennebenhöhlen auslösen. Mit den geeigneten Pflanzen kann man hier gegensteuern.
Gesunde Raumluft zum Wohlfühlen
Ideal ist eine Zimmertemperatur zwischen 18 und 21 Grad bei einer Luftfeuchtigkeit von etwa 50 Prozent.
Die besten Luftbefeuchter-Pflanzen
Besonders gute Luftbefeuchter sind Zimmerpflanzen mit großen Blättern, die viel verdunsten. Über 90 Prozent des aufgenommenen Gießwassers werden wieder an die Raumluft abgegeben. Empfehlenswerte Pflanzen sind:
Zimmerlinde
Ficus
Kolbenfaden
Aralien
Nestfarn
Ein besonders effektiver Raumbefeuchter ist das Zyperngras. An sonnigen Sommertagen kann eine große Pflanze mehrere Liter Gießwasser umsetzen. Im Gegensatz zu technischen Luftbefeuchtern ist das von Pflanzen verdunstete Wasser keimfrei.
Allgemein gilt: Je mehr Pflanzen, desto größer die Sauerstoff- und Befeuchtungsleistung. Abhängig von den Gießabständen lässt sich mit Zimmerpflanzen die Raumluftfeuchtigkeit um ca. fünf Prozent erhöhen.
Um den Pflegeaufwand durch häufiges Gießen zu reduzieren, bieten sich Dauerbewässerungsgefäße mit hygienischem Tongranulat an.
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Es bietet praktische Tipps, beispielsweise zu Themen wie Wärme, Luftqualität und Beleuchtung, Schimmel, Schadstoffbelastung und Allergien oder Tipps für Gestaltung vom "gesunden Kinderzimmer".
Die besten Schadstoffreiniger-Pflanzen
Drachenbaum (rechts im Bild), Bogenhanf (unten Mitte) und Einblatt (links) sind ideale Raumluftverbesserer. Sie mögen helle bis halbschattige Standorte.
Foto: Dehner
Ein weiterer Vorteil ist die Fähigkeit von Zimmerpflanzen, Staub und Schadstoffe zu binden.
Sie sind in der Lage, Giftstoffe wie Formaldehyd (Spanplatten von Möbeln), Benzol (Lacke und Kunststoffe) oder Trichlorethylen (Farben/Lacke, chemische Reinigungsmittel) aus der Raumluft zu filtern.
Besonders empfehlenswerte Schadstoffreiniger-Pflanzen sind:
Efeu
Philodendron
Drachenbaum
Einblatt
Grünlilie
Wichtiger Hinweis: Da Zimmerpflanzen die Luftfeuchtigkeit erhöhen, sollte die Wohnung regelmäßig richtig gelüftet werden, damit das Raumklima nicht zu feucht wird.
Angenehme Nachtruhe dank Schlafzimmerpflanzen
Für einen gesunden Schlaf sind diverse Faktoren wichtig: Neben einer passenden Matratze können auch Pflanzen ihren Teil dazu beitragen.
Besonders Arten, die nachts Kohlendioxid aufnehmen und in Sauerstoff umwandeln (CAM-Pflanzen), können hervorragend im Schlafzimmer aufgestellt werden.
CAM-Pflanzen
Pflanzen mit sogenanntem Crassulaceen-Säurestoffwechsel werden auch als „CAM-Pflanzen" bezeichnet. Während die meisten Pflanzen die Umwandlung von Kohlendioxid in Sauerstoff tagsüber durchführen, sind diese Vorgänge in Pflanzen mit CAM zeitlich getrennt.
Zu diesen besonderen Pflanzen gehören unter anderem:
Auch im Büro sorgen Zimmerpflanzen für ein besseres Raumklima. Sie steigern das gesundheitliche Wohlbefinden und haben dazu einen positiven psychologischen Effekt: Schon der Anblick von grünen, großblättrigen Pflanzen verleiht der oftmals sterilen und ungemütlichen Umgebung einen heimeligen Touch und fördert die Konzentration.
Die Aufmerksamkeits-Erholungs-Theorie
Die sogenannte Aufmerksamkeits-Erholungs-Theorie besagt, dass die Konzentration, die immer mehr Menschen gerade bei ihrer Arbeit vor dem PC oder Laptop benötigen, müde macht. Einen Ausgleich bietet das Betrachten von Pflanzen. Das strengt nicht an, entspannt und fördert die Erholung.
Monstera ist eine trendige Blattschmuckpflanze mit großem, geschlitztem Blattwerk. Sie ist ideal als Solitärpflanze geeignet und verträgt auch dunklere Standorte.
Ebenfalls arbeitsfördernd: Pflanzen wirken wie Schalldämpfer. Sie reduzieren den Geräuschpegel, so dass der Wunsch, in Ruhe zu arbeiten, keine Theorie bleiben muss. Das gilt besonders für große Exemplare mit üppigem Blattwerk.
Ideal fürs Büro sind robuste Zimmerpflanzen wie:
Einblatt
Palmen
Bogenhanf
Tipp: Mit Wasserspeicher-Gefäßen, Spezial-Granulat wie Seramis oder Hydrokultur-Systemen lassen sich die Gießintervalle deutlich verlängern.
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